Die Nacht in der Cabane war ganz ok, ich war alleine. Es waren noch 2 Männer hier, die haben aber gezeltet. Das Foto mit dem Schlafsack war von heute Morgen.
Als ich wach wurde und aus dem kleinen Fenster sah, war da erstmal nur weiß. Irgendwann lichtete sich dann der Nebel. Ich habe gefrühstückt und bin dann losgezogen. Das Gras war nass und meine Schuhe und Strümpfe nach kurzer Zeit auch :-(. Naja, hilft ja nichts… also so weiter…
Erstmal zu einer Gite, dort habe ich nach Sandwiches gefragt – Fehlanzeige. Aber ich habe dort Brot und je eine dicke Scheibe Käse und Schinken bekommen. Dann habe ich nach Frühstück gefragt. Es war da so eine Art kleines Buffet aufgebaut. Irgendwie hatte ich den Eindruck, daß ich notgedrungen frühstücken durfte..hatte vielleicht keinen guten Eindruck gemacht? :-D…..naja egal :-). Wurde auch nicht besser, als ich noch nach Brot gefragt hatte, dass leer wurde und nach warmer Milch :-D. Ich glaube Franzosen frühstücken nicht so viel wie Deutsche. Und ich habe ausgiebig gefrühstückt 😉 Irgendwann wurde dann angefangen, das Buffet abzuräumen :-D. Aber da war ich eh fertig und auch ausreichend gesättigt für den bevorstehenden Anstieg. Also los ging es….wieder rein in die Wolkensuppe…hat aber auch Gutes, man schwitzt bei dem Wetter weniger und manchmal ist es auch gut, wenn man gar nicht soweit sehen kann – z. B. bei langen Wegen oder noch weit entfernten Gipfeln. Lief eigentlich ganz gut heute, anstrengend war es trotzdem, aber ich habe mir einfach Zeit gelassen, dann ging es. Für meine strapazierten Glieder habe ich auch mal einen Gang runter geschaltet und werde das erstmal beibehalten. Deswegen werde ich auch die übernächste Etappe, die laut Buch über 30km und 13 Stunden sein soll, kürzen. Dort war eh die Möglichkeit erwähnt darin weniger schöne Teilstrecken über Asphalt per Anhalter oder Taxi zurückzulegen. Mal schauen.
Als mir heute ein junger Mann den Berg herunter entgegen kam, sagte er "Bon Courage" und, dass ich noch nicht nah bin, sondern ich noch weit entfernt sei, ca. 1,5 Std. 😮 l. Er meinte wohl bis zum Col. Abschließend sagte er noch "be brave" – na danke für das Gespräch 🙂
Also weiter….In ewigen Zickzacks den Berg hoch zum Col und an einem See vorbei, von dem ich leider nicht viel durch die Dunstsuppe gesehen habe – schien aber sehr klar gewesen zu sein. Irgendwann kam ich dann am frühen Nachmittag an der Cabane an, es war noch keiner da. Schöne und gepflegte Unterkunft. Und es gab einen Kamin und trockenes Holz – das musste aber erstmal gesägt werden. Also ran….und dann erstmal Schuhe, Klamotten und Sandro getrocknet und vor dem Feuer relaxt. Zum Abendessen gab es ein Sandwich, welches ich noch von einem Refuge hatte. Irgendwann kamen dann 2 durchnässte junge Frauen, die sichtlich erfreut über das Feuer waren. Dann liefen noch ein Pärchen und ein junger Mann ein. Alle trockneten erstmal ihre Sachen. Mal schauen wie das Wetter morgen wird. Ich hoffe, dass die Schuhe und Strümpfe morgen früh möglichst trocken sind. Man kommt hier über eine Leiter zum Schlafboden, wird wohl eng werden. Ich werde vermutlich morgen zuerst aufstehen, hoffentlich fühlt sich keiner genervt.







