Kurze Strecke und wieder online am 33. Tag

So, gestern war ich als Erster in der Falle….konnte aber nicht einschlafen, weil die Mitbewohner die Cabane in eine Räucherkammer verwandelten 🙂 und der Rauch schön hoch auf den Schlafboden zog….Mein Glück war, dass es hier oben ein Fenster gab, was die Situation wenigstens etwas entschärfte, da etwas frische Luft reinkam. Trotzdem hat man die Rauchschwaden gesehen und deutlich und unangenehm wahrgenommen. Naja, aber so ist das halt an solchen Stellen und alles hat mal ein Ende :-). Als ich vorher noch gedacht hatte, dass könnte hier oben heute voll werden, hätte ich aber nie an sowas gedacht – das Pärchen ist wohl weiter gezogen. Aber ich traute meinen Augen nicht, als eine der beiden jungen Frauen anfing ihr – schätzungsweise 3-Mann Zelt – auf dem Schlafboden aufzubauen :-D. Erst dachte ich dann noch…hmmm….Vielleicht zum Trocknen oder….neee…sie baute das Teil tatsächlich auf, schaffte es dabei gerade so mich nicht mit den 4 Meter langen Gestängen aufzuspiesen – und das Zelt passte auch noch :-D. Und der andere Wanderer hatte sogar auch noch ein Plätzchen neben dem Zelt gefunden ;-). Wenn ich daran denke, muss ich mich immer noch vor lachen weghauen :-D.
Naja, nachdem dann gefühlte 100 Mal mit den Zelt-Reisverschlüssen gezippt wurde,  das Gekichere langsam aufhörte und auch der Mann seinen Schlafplatz gefunden hatte, sank ich auch langsam in den Schlaf :-).
Heute Morgen bin ich dann wie vermutet als Erster auch wieder runter, habe etwas gegessen und dann in die doch leider noch nassen Strümpfe und Schuhe geschlüpft und dann los marschiert.
Auf dem Weg lag ein Bio-Bauernhof mit Gîte. Als ich dort einlief, war gerade der Besitzer draußen mit 2 Frauen am Erzählen und begrüßte mich und fragte, was er für mich tun kann. Ich fragte nach Kaffee und Proviant. Er sagte mir, dass ich in die Gîte gehen und mir dort gerne gegen eine Spende Kaffee machen kann, dort gäbe es auch Lebensmittel zu kaufen und eine Kasse, in die ich das Geld reinlegen könnte. Zuerst nahm er mich mit zu seinem Haus nebenan und schnitt mir ein Stück Brot und eine Scheibe Käse ab, nannte mir den Preis und sagte,  ich könne das alles zusammen bezahlen und in die Kasse legen. Ich ging dann zur Gîte, in deren Küche sich gerade noch 3 weitere Personen aufhielten und habe mir erstmal Kaffee gekocht und ein paar Lebensmittel gekauft und hatte ein Kaffee – Plätzchen – Frühstück. Dort war auch ein junger Mann, der den GR10 ebenfalls komplett läuft und 5 Tage nach mir gestartet ist und auch schon einen Ruhetag hatte…ups :$…. 🙂
Naja, nach dem Frühstück habe ich bezahlt und bin zu meinem Etappenziel, einer Gîte mit Campingplatz bei Aunac, gestiefelt. Ich war auch recht früh da, habe den Betreiber angerufen, der auch eine Stunde später da war und mich einwies. Englisch sprach er zwar nicht, aber ging auch so.
Hier lüftete ich dann elmal ein paar verrauchte Sachen. Für Wäsche waschen ist es allerdings zu spät, wird nicht mehr trocken bis morgen … und Schuhe und Strümpfe….hmmm….habe die Schuhe mit Zeitungspapier ausgestopft und dann ging’s duschen.
Morgen wäre ja die Mammuttour angesagt… aber werde sie teilen und in/oder einer Cabane übernachten – vermutlich ohne Netzempfang. Ich versuche mal, wie im GR10 Führer vorgeschlagen, den Straßenabschnitt per Anhalter zu erledigen.
Heute gibt’s noch Abendessen in der Gîte, Frühstück aber dort eher nicht mehr, weil die so früh noch nicht soweit sind. Daniel ist vermutlich schon um einiges voraus, habe ihn nicht mehr gesehen.

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