3. Etappenziel Biddaray erreicht

Laut GR10 Führer waren es heute etwas über 22km, es kam nochmal bestimmt 1km drauf, da ich anstatt nach Biddaray abzubiegen erst einmal auf dem GR10 weitergelaufen bin…Und auch noch Berg hoch 🙁 naja anstrengend war es auch ohne das.

Letzte Nacht regnete es, auch noch als mein Wecker an ging. Ich blieb erst noch liegen, dann machte ich mich fertig und es hörte auch auf zu regnen. Nasses Zelt eingepackt, Trolley entsorgt und gegen 6.30h los. Gefreut hatte ich mich schon auf ein Essen auf einem Bauernhof, der war allerdings geschlossen, vielleicht war ich zu früh. Also dann Nüsse und Haselnussschnitte. Gestern zu Mittag in Sare war das Essen üppiger, da hatte ich mich im Supermarkt versorgt, Sonntags.

Nachdem ich mich nach der Pause heute Marschbereit machen wollte, entdeckte ich eine Zecke auf meinem Rucksack und eine am Trekkingstock, später beim Wandern lief noch eine auf meinem Shirt rum 😮

Heute war es teilweise nebelig, teilweise hat es geregnet, aber gut zum Laufen. Irgendwann kam mir ein junger Mann entgegen gelaufen, der mich auf französisch fragte wie es geht, es stellte sich schnell raus, dass er aus München ist und von Deutschland schon 3 Monate hier her gelaufen war, er will weiter zu meinem Startpunkt und dann einen Jakobsweg bis nach Santiago de Compostela weiterlaufen, nochmal 3 Monate… Das macht man zwischen Bachelor und Master Studium :-).
Wir tauschten uns noch kurz mit Infos aus, z. B. hat der Lebensmittelladen an meinem Etappenziel heute geschlossen weil es Montag ist, dann ging es motiviert weiter 🙂

Vor mir lag noch ein Abstieg, teilweise mit Stahlseilen geführt und über Geröllfelder, der mir letztes Jahr ein unangenehmes Gefühl machte. Dieses Jahr konnte ich schon gelassener an die Sache gehen, trotzdem mit dem gebührenden Respekt. Für den Abstieg habe ich die Action Cam in Betrieb genommen, bin gespannt, ob die Videos was geworden sind.

Ich bin wieder in der gleichen Gite wie letztes Jahr und habe mich entschieden bis übermorgen hier zu campen. Die nächste Etappe war im letzten Jahr die letzte und ich möchte nichts riskieren. Ich merke schon die 3 Tage in den Beinen und möchte ihnen eine Erholung gönnen.
Die Esel von nebenan habe ich noch nicht gesehen.
So, los geht’s.. mit was auch immer….;-)

Ruhetag in Biddaray

Heute ist es wieder bewölkt, letzte Nacht hat es geregnet.
Ich hatte ja für heute kein Frühstück in der Unterkunft gebucht weil ich mir im Lebensmittelmarkt, der laut Öffnungszeiten um 8.45h aufmachen sollte, selbst etwas kaufen wollte. Nur er hatte nicht auf, als ich kurz vor 9h da war. Ich fragte einen Mann auf englisch, der dort Baguettes abstellte und den Rollladen wieder runter zog, wann der Laden aufmacht. Hmm, ich verstand "never"… Naja, etwas irritiert steuerte ich hungrig das Hotelrestaurant von gestern Abend an und fragte nach Frühstück und voilà es gab – typisch französisch, aber ausreichend 😉 und mit frisch gepresstem O-Saft.
Ich habe mir noch ein Baguette mit Käse "togo" machen lassen.
Als ich fertig war, schaute ich nochmal beim Laden vorbei und siehe da….er war auf….schnell kam mir dann, dass der Mann wohl "neuf" sagte …also neun…Hätte ich noch ein paar Minuten gewartet… 😉 Schwierig, wenn man kaum die Landessprache spricht… Aber der Französisch Kurs, den ich besuche, bringt schon wenigstens etwas :-). Im Laden habe ich mich noch mit Lebensmitteln für heute Mittag versorgt.

Wäsche habe ich vor dem Frühstück auch schon gewaschen. Alle anderen Wanderer haben die Unterkunft verlassen.

Bon…. 🙂

Tag in Biddaray geht zu Ende

Es hat sich heute sogar mal die Sonne gezeigt, gut zum Wäsche trocknen. Mittlerweile ist es wieder bewölkt.

Ich habe die Zeit heute genutzt zum Essen (machen), französisch üben und nichts tun…

Morgen erwartet mich eine Etappe von „nur“ knapp 18 Km, allerdings mit jeweils über 1300 Höhenmeter hoch und runter – die hatte mich letztes Jahr geknackt. Gehzeit laut Wanderführer über 9 Std. Aber wenn ich so sehe welche Leute, vor allem auch ältere, schmächtige – und vielleicht noch mit mehr Gepäck, hier so rumlaufen, spornt das enorm an…positiv ausgedrückt 😉

Habe heute einen Australier kennengelernt, Daniel, der auch den GR10 läuft, dachte erst er wäre ein Deutscher. Aber englisch kann ich wenigstens etwas besser als französisch.

Die Unterkunft hier ist schon ziemlich voll geworden. Ich werde mich jetzt bald Bettfertig machen.

Viele Grüße nach Deutschland und gute Nacht ? 🙂

Zieleinlauf am 4. Etappentag

Was für ein Tag!
Vorab – Nach ca. 10 Stunden habe ich die Etappe geschafft 🙂 Und es war genau die richtige Entscheidung einen Ruhetag einzulegen.
Ein Spaziergang war es zwar nicht, aber vor allem aufgrund des geringeren Rucksack-Gewichtes im Gegensatz zum letzten Jahr, sowie der Tatsache, dass gut die Hälfte der Etappe, eher darüber,  keine Sonne zu sehen war, fühlte ich mich dieses Jahr wesentlich besser auf diesem Abschnitt und es ging auch entsprechend leichter vonstatten.

Mein Wecker klingelte schon 4.30h, alles schlief wohl noch in den Zelten um mich herum. Ich versuchte mich langsam und leise für den Abmarsch vorzubereiten.

Um 6.15h war es dann soweit, die meisten anderen waren dann auch schon auf den Beinen.

Anfänglich wieder neblig und bewölkt… hat alles eben seine Vor- und Nachteile. Letztes Jahr war es auch bewölkt aber stellenweise vielleicht weniger, hier die Blogseite aus 2018
pyrenaeen-gr10.hauptsache.info/ mit weiteren Bilder aus dieser Etappe.

Laut der Trackführung und nach dem was ich aus letztem Jahr weiß,  führt der Weg über einen Bauernhof. Merkwürdig,  dass auf dem Weg aber keine Zeichen zu sehen waren. Ich ging trotzdem dort lang, es kam ein Schild „Privatweg“…. Hmm….trotzdem weiter… Ein Gatter was zu öffnen war, das letztes Jahr anders war, irritierte mich schon….Mit etwas ungutem Gefühl aufgemacht, durch und gehofft,  dass nicht gleich ein kläffender Hund um die Ecke kommt,  schnell weiter bis zum Ende des Grundstücks, da war ein Seil gespannt, mit einem Schild von der Gegenrichtung lesend, „Durchgang untersagt“….hmm…..Kurz danach war der GR10 wieder ausgewiesen.  Ich konnte mir das nur so erklären, dass es eine Änderung gegeben haben muss. Der Australier ist nicht über den Hof gelaufen, was meine Annahme  unterstreichen würde.

Auf einem der Bilder ist mein kreirter Pyrenäen-Döner zu sehen 😉 Da ich gestern vom Mittagessen noch Entenfleisch übrig hatte, habe ich mir 3 Baguettes für unterwegs gemacht.

Auf dem ersten 1000er wurde es dann auch kühl und dadurch,  dass ich viel durch feuchten Farnwiesen gelaufen bin,  wurden irgendwann meine Strümpfe und Schuhe innen nass. Glücklicherweise habe ich Wechselsachen dabei.

Dies war der schönste Tag….Nachdem ich ein paar Stunden den Berg und dann auf der Hochebene im Nebel, anfänglich ohne große Weitsicht, gelaufen bin,  alles weiss um mich herum, ging es irgendwann abwärts und die Vegetation unter meinen Füßen änderte sich…Vor mir leichter Nebel,  dahinter eine dickere Nebelwand,  die sich schnell bewegte. Was dann passierte, war unbeschreiblich schön. Die Nebelwand verschwand in Sekundenschnelle und dahinter tauchte ebenso schnell ein Wäldchen direkt vor mir auf und dahinter in meinem Blickfeld die Berge herum. Dabei wirkten die Farben nach dem langen Weiss des Nebels so intensiv auf mich und alles stand plötzlich so imposant vor mir,  dass es mich fast umgehauen hätte. Ich lief auf dem Pfad Richtung Wäldchen und merkte erst später,  dass dies nicht mehr der GR10 war 🙂
Den habe ich aber schnell wieder gefunden 😉

Fortsetzung folgt..

P.s. Wenn man auf die Bilder klickt,  müssten die falsch ausgerichteten richtig rum sein.

Weitere Fotos von 4. Etappe

Leider nur ein paar,  mehr sprengt den Rahmen 😉 

Die Pferde und Gemsen oder Ziegen scheinen auch gerne oben an den Klippen zu stehen und runter zu schauen. 

Zum Etappenende hin, bin ich mit Daniel,  dem Australier,  gelaufen, der mich aufholte ….bis zum Etappenziel. unterwegs haben wir durch quatschen wohl eine Markierung übersehen und sind eine Weile einen anderen Weg gelaufen, haben aber etwas später wieder am GR10 anknüpfen können. 

Die Mitarbeiterin auf dem Campingplatz erkannte mich noch 🙂 

Zur Feier des Tages gab es heute Eis 🙂 

In der Pilgerhochburg angekommen

So, Start heute gegen 6.20h, Ankunft in Saint-Jean-Pied-Port am städtischen Campingplatz gegen 14.20h. Die Stadt wird sowohl von GR10 Wanderern als auch von Pilgern des Jakobsweges sehr stark besucht.

Heute war ein sonniger und auch heißer Tag – ein ganz anderes Laufen, aber dafür Weitsicht. Meine erste unbekannte Etappe.

Man konnte heute viele Kontakte mit allen möglichen Tieren knüpfen 🙂

Unterwegs hatte ich meine beiden Baguettes verdrückt und eine Blase versorgt.

An einer Stelle gab es richtig viele Geier. Es waren die Tage ja schon welche zu sehen, aber heute ziemlich nahe und viele.

Heute gab es viele lästige Pferdefliegen oder Bremsen, die Viecher die beißen.

Um 15h war die Rezeption des Campingplatzes besetzt – also Zelt aufbauen, in einen Pilger- /Outdoorladen und einem Supermarkt Besorgungen machen. Kennt Ihr das auch, wenn man hungrig einkaufen geht? 😉 Dieses mal hatte ich mich aber unter Kontrolle 😀 Also erstmal eine Melone verdrückt und danach in einer Pizzeria eine Pizza – ohne Wiederholungsgefahr 😉

Jetzt geht's duschen und ins Bettchen 🙂

6. Tag vollbracht

Los ging es heute um 06.15h, am Outdoor – und Pilgerladen vorbei – und der hatte schon auf. Da ich heute Morgen festgestellt habe, dass ein Reißverschluss an meiner Hosentasche defekt ist und die Hose eh schon ein erfülltes Leben hat, bin ich gleich in den Laden und habe eine neue gekauft.

Die für heute geplante Etappe war nur 16 Km lang. Unterwegs hatte ich in einer Auberge einen Kaffee getrunken und ein Käse-Baguette gegessen…. Ach, war das schön, solche Genussmomente finde ich ganz wichtig bei so einer Tour, für die Moral 🙂 Heute war wieder ein überwiegend sonniger Tag und ich habe auch schon Sonnenbrand seit gestern.

Eigentlich wollte ich heute am Etappenziel übernachten, ich war aber schon gegen 12h dort und es sollte erst jemand von der Einrichtung gegen 15h kommen.

Da ich mich gut fühlte noch weiter zu laufen, wie die meisten anderen Wanderer, die gerade dort waren, lief ich also weiter und hatte am Ende der Strecke ca. 31 Km auf dem Tacho. Eigentlich sollte es da eine Gite mit Restaurant geben, gab es auch – aber geschlossen. Ich hatte mich schon auf Essen gefreut. Einige hundert Meter danach gab es eine Campingwiese am Fluss, auf der ich mein Zelt aufgeschlagen habe. Daniel zeltet auch hier. Die anderen schlugen ihr Lager schon vorher auf.

Laut meinem Wanderführer soll es in ca. 700 Meter eine Snackbar geben. Hmm, irgendwas gab es da auch, ohne Namen und es hatte nicht geöffnet. Also wieder zurück gelaufen und dabei sah ich, dass es noch eine Essensstelle gibt, sah aus wie ein Schrebergarten-Lokal. Also hin. Man konnte mir aber nur Omelett mit Pilzen machen, was ich an nahm. Beim Preis war das Mütterchen mit 12 Euro aber nicht zimperlich 😉

So, gleich 21.30h, Zeit fürs Bettchen 🙂

8. Tag – Ankunft in der Auberge Logibar

Den gestrige Tag habe ich heute Morgen noch gespürt. Als der Wecker klingelte, konnte ich noch nicht aufstehen. Daher war Abmarsch auch erst gegen 7h. Ziel den Rest der gestrigen Etappe plus die heutige, ca. 22 Km.
Wurde dann doch mehr, weil….Irgendwann hatte ich das Gefühl an einer Stelle schon mal vorbeigekommen zu sein 😮 Ja, und leider auch noch eine mit einem Aufstieg 🙁 im Kreis gelaufen.. Naja…Ich habe zwar den Track auf dem Smartphone und ich konnte auch schon einige Male damit wieder auf den GR10 finden, aber ich schaue nicht ständig drauf, auch um dem Akku zu schonen. Ich versuche überwiegend nach Zeichen zu gehen und kontrolliere mit dem GPS ab und zu mal. An der Stelle, an der ich falsch gelaufen bin, gabelte sich der Weg, was ich nicht wahrnahm, da über dem richtigen Weg ein sehr dicker Ast eines Baumes gewachsen war, über den man steigen musste. Heute war der Weg auch teilweise wenig markiert. Ohne Smartphone wäre es nerviger geworden.

Also, ich kam dann endlich um kurz vor 18h an. Der Tag war ziemlich anstrengend, vielleicht weil ich unterwegs nicht viel gegessen habe, aber auch wegen den nervigen beissenden Fliegen und dem ewig langen Abstieg über Geröll auf den Wegen. Anscheinend war unterwegs eine Blase aufgegangen, es brandte plötzlich. Ich habe dann die Strümpfe gewechselt und irgendwann ging es dann. Bei der Hitze schwitzen die Füße in den Schuhen und machen sie weich und anfällig für Blasen. Von denen habe ich schon eine Zeitlang welche. Da ich heute auf dem Weg schon ziemlich fertig war und bei der Ankunft noch mehr, und ich auch meinen Füßen und Beinen eine Ruhepause gönnen will, wollte ich heute in der Auberge zwei Nächte buchen. Allerdings hatten die nur noch ein Bett für heute im Mehrbettzimmer frei, für morgen nichts mehr. Ich muss schauen, was ich dann morgen mache. Direkt am Ort gibt es keine Alternative, vielleicht finde ich ein Zeltplätzchen in der Nähe, weil der GR10 ja hier weiter geht. Der nächste Ort ist 3 Km entfernt, abseits vom Weg. Aber da wollte ich zum Proviant einkaufen schon mal hin… Vielleicht per Anhalter… Und hoffentlich haben die auf. Heute gab’s ein Menü, in der Auberge, und morgen Frühstück, dann sehe ich weiter. Momentan bin ich einfach nur müde. Das ist morgen mein zweiter Ruhetag,  da ich allerdings einen Etappentag wieder gut gemacht habe, habe ich somit erst einen Ruhetag minus.

Ruhetag in Logibar

Heute hatte ich Frühstück in der Auberge. Puh, ich glaube das Kännchen Kaffee war Espresso 🙂 . Ich fühlte mich heute überwiegend nicht besonders gut….Kreislauf… Keine Ahnung.

Ich machte mich nach dem Frühstück auf ins nächste Dorf den Lebensmittelladen zu suchen. Zunächst zu Fuß, nach ein paar erfolglosen Anhalterversuchen wurde ich dann mitgenommen. Ich fand den Laden, der auch offen war, kaufte ein paar Dinge und lief zur Auberge zurück.

Morgen muss ich aufpassen, dass ich die Kniee nicht so stark belaste. Die letzten zwei Tage sind noch zu spüren.

Im Laufe des Tages trafen bekannte Gesichter in der Auberge ein, gingen dann aber später weiter. Zufällig wurde ein Bett für heute in der Unterkunft frei und da ich mich noch da aufhielt, wurde ich gefragt, ob ich es haben wollte. Jep, geritzt… bedeutet aber für morgen die volle Etappe.