Zieleinlauf am 4. Etappentag

Was für ein Tag!
Vorab – Nach ca. 10 Stunden habe ich die Etappe geschafft 🙂 Und es war genau die richtige Entscheidung einen Ruhetag einzulegen.
Ein Spaziergang war es zwar nicht, aber vor allem aufgrund des geringeren Rucksack-Gewichtes im Gegensatz zum letzten Jahr, sowie der Tatsache, dass gut die Hälfte der Etappe, eher darüber,  keine Sonne zu sehen war, fühlte ich mich dieses Jahr wesentlich besser auf diesem Abschnitt und es ging auch entsprechend leichter vonstatten.

Mein Wecker klingelte schon 4.30h, alles schlief wohl noch in den Zelten um mich herum. Ich versuchte mich langsam und leise für den Abmarsch vorzubereiten.

Um 6.15h war es dann soweit, die meisten anderen waren dann auch schon auf den Beinen.

Anfänglich wieder neblig und bewölkt… hat alles eben seine Vor- und Nachteile. Letztes Jahr war es auch bewölkt aber stellenweise vielleicht weniger, hier die Blogseite aus 2018
pyrenaeen-gr10.hauptsache.info/ mit weiteren Bilder aus dieser Etappe.

Laut der Trackführung und nach dem was ich aus letztem Jahr weiß,  führt der Weg über einen Bauernhof. Merkwürdig,  dass auf dem Weg aber keine Zeichen zu sehen waren. Ich ging trotzdem dort lang, es kam ein Schild „Privatweg“…. Hmm….trotzdem weiter… Ein Gatter was zu öffnen war, das letztes Jahr anders war, irritierte mich schon….Mit etwas ungutem Gefühl aufgemacht, durch und gehofft,  dass nicht gleich ein kläffender Hund um die Ecke kommt,  schnell weiter bis zum Ende des Grundstücks, da war ein Seil gespannt, mit einem Schild von der Gegenrichtung lesend, „Durchgang untersagt“….hmm…..Kurz danach war der GR10 wieder ausgewiesen.  Ich konnte mir das nur so erklären, dass es eine Änderung gegeben haben muss. Der Australier ist nicht über den Hof gelaufen, was meine Annahme  unterstreichen würde.

Auf einem der Bilder ist mein kreirter Pyrenäen-Döner zu sehen 😉 Da ich gestern vom Mittagessen noch Entenfleisch übrig hatte, habe ich mir 3 Baguettes für unterwegs gemacht.

Auf dem ersten 1000er wurde es dann auch kühl und dadurch,  dass ich viel durch feuchten Farnwiesen gelaufen bin,  wurden irgendwann meine Strümpfe und Schuhe innen nass. Glücklicherweise habe ich Wechselsachen dabei.

Dies war der schönste Tag….Nachdem ich ein paar Stunden den Berg und dann auf der Hochebene im Nebel, anfänglich ohne große Weitsicht, gelaufen bin,  alles weiss um mich herum, ging es irgendwann abwärts und die Vegetation unter meinen Füßen änderte sich…Vor mir leichter Nebel,  dahinter eine dickere Nebelwand,  die sich schnell bewegte. Was dann passierte, war unbeschreiblich schön. Die Nebelwand verschwand in Sekundenschnelle und dahinter tauchte ebenso schnell ein Wäldchen direkt vor mir auf und dahinter in meinem Blickfeld die Berge herum. Dabei wirkten die Farben nach dem langen Weiss des Nebels so intensiv auf mich und alles stand plötzlich so imposant vor mir,  dass es mich fast umgehauen hätte. Ich lief auf dem Pfad Richtung Wäldchen und merkte erst später,  dass dies nicht mehr der GR10 war 🙂
Den habe ich aber schnell wieder gefunden 😉

Fortsetzung folgt..

P.s. Wenn man auf die Bilder klickt,  müssten die falsch ausgerichteten richtig rum sein.

Weitere Fotos von 4. Etappe

Leider nur ein paar,  mehr sprengt den Rahmen 😉 

Die Pferde und Gemsen oder Ziegen scheinen auch gerne oben an den Klippen zu stehen und runter zu schauen. 

Zum Etappenende hin, bin ich mit Daniel,  dem Australier,  gelaufen, der mich aufholte ….bis zum Etappenziel. unterwegs haben wir durch quatschen wohl eine Markierung übersehen und sind eine Weile einen anderen Weg gelaufen, haben aber etwas später wieder am GR10 anknüpfen können. 

Die Mitarbeiterin auf dem Campingplatz erkannte mich noch 🙂 

Zur Feier des Tages gab es heute Eis 🙂 

In der Pilgerhochburg angekommen

So, Start heute gegen 6.20h, Ankunft in Saint-Jean-Pied-Port am städtischen Campingplatz gegen 14.20h. Die Stadt wird sowohl von GR10 Wanderern als auch von Pilgern des Jakobsweges sehr stark besucht.

Heute war ein sonniger und auch heißer Tag – ein ganz anderes Laufen, aber dafür Weitsicht. Meine erste unbekannte Etappe.

Man konnte heute viele Kontakte mit allen möglichen Tieren knüpfen 🙂

Unterwegs hatte ich meine beiden Baguettes verdrückt und eine Blase versorgt.

An einer Stelle gab es richtig viele Geier. Es waren die Tage ja schon welche zu sehen, aber heute ziemlich nahe und viele.

Heute gab es viele lästige Pferdefliegen oder Bremsen, die Viecher die beißen.

Um 15h war die Rezeption des Campingplatzes besetzt – also Zelt aufbauen, in einen Pilger- /Outdoorladen und einem Supermarkt Besorgungen machen. Kennt Ihr das auch, wenn man hungrig einkaufen geht? 😉 Dieses mal hatte ich mich aber unter Kontrolle 😀 Also erstmal eine Melone verdrückt und danach in einer Pizzeria eine Pizza – ohne Wiederholungsgefahr 😉

Jetzt geht's duschen und ins Bettchen 🙂

6. Tag vollbracht

Los ging es heute um 06.15h, am Outdoor – und Pilgerladen vorbei – und der hatte schon auf. Da ich heute Morgen festgestellt habe, dass ein Reißverschluss an meiner Hosentasche defekt ist und die Hose eh schon ein erfülltes Leben hat, bin ich gleich in den Laden und habe eine neue gekauft.

Die für heute geplante Etappe war nur 16 Km lang. Unterwegs hatte ich in einer Auberge einen Kaffee getrunken und ein Käse-Baguette gegessen…. Ach, war das schön, solche Genussmomente finde ich ganz wichtig bei so einer Tour, für die Moral 🙂 Heute war wieder ein überwiegend sonniger Tag und ich habe auch schon Sonnenbrand seit gestern.

Eigentlich wollte ich heute am Etappenziel übernachten, ich war aber schon gegen 12h dort und es sollte erst jemand von der Einrichtung gegen 15h kommen.

Da ich mich gut fühlte noch weiter zu laufen, wie die meisten anderen Wanderer, die gerade dort waren, lief ich also weiter und hatte am Ende der Strecke ca. 31 Km auf dem Tacho. Eigentlich sollte es da eine Gite mit Restaurant geben, gab es auch – aber geschlossen. Ich hatte mich schon auf Essen gefreut. Einige hundert Meter danach gab es eine Campingwiese am Fluss, auf der ich mein Zelt aufgeschlagen habe. Daniel zeltet auch hier. Die anderen schlugen ihr Lager schon vorher auf.

Laut meinem Wanderführer soll es in ca. 700 Meter eine Snackbar geben. Hmm, irgendwas gab es da auch, ohne Namen und es hatte nicht geöffnet. Also wieder zurück gelaufen und dabei sah ich, dass es noch eine Essensstelle gibt, sah aus wie ein Schrebergarten-Lokal. Also hin. Man konnte mir aber nur Omelett mit Pilzen machen, was ich an nahm. Beim Preis war das Mütterchen mit 12 Euro aber nicht zimperlich 😉

So, gleich 21.30h, Zeit fürs Bettchen 🙂

8. Tag – Ankunft in der Auberge Logibar

Den gestrige Tag habe ich heute Morgen noch gespürt. Als der Wecker klingelte, konnte ich noch nicht aufstehen. Daher war Abmarsch auch erst gegen 7h. Ziel den Rest der gestrigen Etappe plus die heutige, ca. 22 Km.
Wurde dann doch mehr, weil….Irgendwann hatte ich das Gefühl an einer Stelle schon mal vorbeigekommen zu sein 😮 Ja, und leider auch noch eine mit einem Aufstieg 🙁 im Kreis gelaufen.. Naja…Ich habe zwar den Track auf dem Smartphone und ich konnte auch schon einige Male damit wieder auf den GR10 finden, aber ich schaue nicht ständig drauf, auch um dem Akku zu schonen. Ich versuche überwiegend nach Zeichen zu gehen und kontrolliere mit dem GPS ab und zu mal. An der Stelle, an der ich falsch gelaufen bin, gabelte sich der Weg, was ich nicht wahrnahm, da über dem richtigen Weg ein sehr dicker Ast eines Baumes gewachsen war, über den man steigen musste. Heute war der Weg auch teilweise wenig markiert. Ohne Smartphone wäre es nerviger geworden.

Also, ich kam dann endlich um kurz vor 18h an. Der Tag war ziemlich anstrengend, vielleicht weil ich unterwegs nicht viel gegessen habe, aber auch wegen den nervigen beissenden Fliegen und dem ewig langen Abstieg über Geröll auf den Wegen. Anscheinend war unterwegs eine Blase aufgegangen, es brandte plötzlich. Ich habe dann die Strümpfe gewechselt und irgendwann ging es dann. Bei der Hitze schwitzen die Füße in den Schuhen und machen sie weich und anfällig für Blasen. Von denen habe ich schon eine Zeitlang welche. Da ich heute auf dem Weg schon ziemlich fertig war und bei der Ankunft noch mehr, und ich auch meinen Füßen und Beinen eine Ruhepause gönnen will, wollte ich heute in der Auberge zwei Nächte buchen. Allerdings hatten die nur noch ein Bett für heute im Mehrbettzimmer frei, für morgen nichts mehr. Ich muss schauen, was ich dann morgen mache. Direkt am Ort gibt es keine Alternative, vielleicht finde ich ein Zeltplätzchen in der Nähe, weil der GR10 ja hier weiter geht. Der nächste Ort ist 3 Km entfernt, abseits vom Weg. Aber da wollte ich zum Proviant einkaufen schon mal hin… Vielleicht per Anhalter… Und hoffentlich haben die auf. Heute gab’s ein Menü, in der Auberge, und morgen Frühstück, dann sehe ich weiter. Momentan bin ich einfach nur müde. Das ist morgen mein zweiter Ruhetag,  da ich allerdings einen Etappentag wieder gut gemacht habe, habe ich somit erst einen Ruhetag minus.

Ruhetag in Logibar

Heute hatte ich Frühstück in der Auberge. Puh, ich glaube das Kännchen Kaffee war Espresso 🙂 . Ich fühlte mich heute überwiegend nicht besonders gut….Kreislauf… Keine Ahnung.

Ich machte mich nach dem Frühstück auf ins nächste Dorf den Lebensmittelladen zu suchen. Zunächst zu Fuß, nach ein paar erfolglosen Anhalterversuchen wurde ich dann mitgenommen. Ich fand den Laden, der auch offen war, kaufte ein paar Dinge und lief zur Auberge zurück.

Morgen muss ich aufpassen, dass ich die Kniee nicht so stark belaste. Die letzten zwei Tage sind noch zu spüren.

Im Laufe des Tages trafen bekannte Gesichter in der Auberge ein, gingen dann aber später weiter. Zufällig wurde ein Bett für heute in der Unterkunft frei und da ich mich noch da aufhielt, wurde ich gefragt, ob ich es haben wollte. Jep, geritzt… bedeutet aber für morgen die volle Etappe.

Am 10. Tag Nervenkitzel, Wackelbrücke, Hagel, und und und..

Die letzte Nacht war relativ kurz…im Mehrbettzimmer, geschlossenes Fenster und Geschnarche. Um kurz nach 4h musste ich raus, konnte nicht mehr weiter schlafen. Ok, dann starte ich heute eben sehr früh, kann ja nur gut sein – denkste!
Als ich um 5.15h im Dunkeln mit Stirnlampe los lief, blitzte und donnerte es in den Bergen.
Der Anfang dieser Strecke führt zu zwei Schluchten und einer 70 Meter langen Hängebrücke unter der es 180 Meter tief runter geht.
Tja, bei dem ersten Warnschild, das ich nicht genau übersetzen konnte, runzelte ich schon die Stirn, beim zweiten dann konnte ich es mir schon ungefähr vorstellen. Der Weg führte auf Felsgestein aufwärts, rechts neben mir ging es in einen Abgrund und ich hörte einen Fluss rauschen, konnte aber trotz Lampe die Tiefe nicht erkennen. Dann setzte Regen ein, was die Situation noch etwas verschärfte und ich fragte mich, warum ich gerade hier unter diesen Bedingungen eine Nachtwanderung machen muss. Mir war schon etwas mulmig, aber ich vorsichtig weiter. Wenn es mir zu gefährlich vorgekommen wäre, hätte ich gewartet, bis es heller geworden wäre.

Irgendwann wurde der Weg besser und es hellte schon etwas auf, leider oft nicht ausreichend für die Handicam. Die Felswände, der Abgrund und die schwingende Hängebrücke darüber, an die ich dann an kam, waren schon beeindruckend.

Irgendwann kam mir ein Mann entgegen, dann sah ich, dass es ein bekannter Wanderer war, der gestern von Logibar mit zwei anderen aufbrach und danach zelten wollte. Er hatte ein Pflaster an der Oberlippe und war wohl ausgerutscht. Er sagte, dass er zurück läuft und zum Doktor geht. Ob es für ihn dann weiter geht wusste er nicht. Das hat mich schon etwas mitgenommen. Ich drücke ihm die Daumen.

Ich setzte meinen Weg fort, der später sehr schlammig wurde. Das Wetter war zeitweise schön, dann zog es sich zu und es regnete öfter. Heute spielte ich wieder böse Beissfliege – tote Beissfliege.

Irgendwann fing es mal wieder an zu regnen und ich zog meine Regenklamotten an, und es kam ordentlich runter (schade, den blauen See konnte ich nicht mehr aus der Nähe fotografieren), dabei merkte ich, dass meine Regenjacke undicht ist…und nicht wenig. Plötzlich hatte ich Wasser in den Taschen…Die waren aber zu… In einer hatte ich das Handy….Bei der Jacke war die Innenschicht teilweise aufgerissen und Wasser drang durch…Mist, die muss ausgetauscht werden…Ich kam irgendwann nach 15h an der geplanten Unterkunft an, ein Mann hat den Eingangsbereich schon mit Brettern abgedichtet, damit das Wasser nicht rein läuft. Dann fing es ordentlich an zu hageln.

Auf meine Frage nach einem Bett wurde mir gesagt, dass sie voll sind. Na dann eben ein Stellplatz für ein Zelt, das ging noch. Ich bestellte erstmal zum r unter kommen Café mit Milch und ein Stück Kuchen …Hätte ich wissen müssen… Es kam Espresso mit Milch, aber war auch okay 🙂

Dann traf eine Reisegruppe ein, mit der ich schon Bekanntschaft gemacht hatte, und auf einmal war da doch noch ein Bett in einem Mehrbettzimmer frei…Und noch mehr…Es kamen noch weitere Wanderer die dann noch welche bekommen haben. Keine Ahnung, ob es an der Art der Unterkunft gelegen hat, egal.

Für morgen habe ich schon vorausgebucht, aus der Reisegruppe gab es zwei Ausfälle und ich konnte davon ein Bett bekommen.

Daniel traf heute auch noch hier ein, unsere Kommunikation per SMS hatte nicht gut funktioniert, vermutlich Netzprobleme.

Heute gab's Abendessen 🙂
Es ist immer noch schlechtes Wetter, Gewitter… und morgen soll es auch so sein…zumindest teilweise… Abwarten was morgen Früh besprochen wird….

Am 11. Tag ging’s aufwärts, wie 4 Stunden Beinpressen im Fitnesscenter

Heute Morgen gab's erstmal Frühstück, typisch französisch – Baguette und Marmelade. Dazu habe ich diesmal Café au lait genommen, ja das passt. Noch ein Lunchpaket (belegtes Baguette) für später mitgenommen.

Die heutige Etappe war mit 11,5 Km kurz aber dafür ging es zu ca. 99% der Strecke nur Bergauf, um über 1200 Höhenmeter auf 1670m Höhe zu einem Refuge. Unwetter blieb aus, Nebel und Regen gab es, war aber ok. Ich lief mit zwei anderen Wanderern, wir kamen nach etwas über 4 Stunden schon an.

Cool, der Wanderer, der sich an der Oberlippe verletzt hatte, kam auch hier an 🙂

Das Wetter ist immer noch regnerisch und wolkig bzw. neblig. Weit sieht man hier oben leider nicht aber ich nutze die Zeit als Ruhephase und liege gerade im Bett 🙂

Heute gibt's wieder ein Abendessen. Schlafen wieder im Mehrbettzimmer. Alle Wanderer mussten ihre Schlafsäcke vor der Tür ausschütteln – Vorsichtsmaßnahme gegen Bettwanzen 🙂

Morgen geht es weiter nach Lescun.

10. Juli – mein 12. Tag auf dem GR10

Schöne Etappe heute,  knapp 16 Km. Nach dem Frühstück in dem Refuge ging es kurz nach 7.30h los. Zur Skisaison an dem Ort sicher Hochbetrieb.

Rauf ging's auf 1922m Höhe. Andere Landschaft heute, Kletterphase war auch enthalten und es waren auch noch Schneereste zu sehen.

Eingecheckt habe ich auf einem schönen Campingplatz, der ca. 20 Minuten nach dem Etappenziel Lescun am GR10 liegt. Ich werde es genießen mal wieder im Zelt zu schlafen. In der letzten Nacht waren Fenster und Tür geschlossen in dem Mehrbettzimmer.  Ausserdem möchte ich auch die Urlaubskasse schonen und nur in besonderen Situationen auf die Unterbringung in der Unterkunft zurückgreifen. Heute ist auch mal wieder Selbstversorgung angesagt. Daniel ist weiter gegangen, er hat sich für die nächsten Etappe längere Strecken vorgenommen. Mir passt der kurze Tag ganz gut, so konnte ich Wäsche waschen und die wird hoffentlich auch noch trocken. 

Morgen wird es längenmäßig ähnlich wie heute werden, danach kommen zwei schwere Etappen, die ich jeweils halbieren will.
Für heute genieße ich noch etwas die Sonne 🙂 

13. Etappe mittags beendet

Heute Morgen gab's leider keinen Kaffee, nur Plätzchen, Müsliriegel und Wasser. Ich musste schon nach einer Stunde und später noch einige Male Kalorien nachlegen.

Heute waren wieder schlammige Passagen dabei, es war bzw. ist aber sehr sonnig und warm. Unterwegs kam ich zu einer Gruppe Kühe im Wald, Mann – selbst die Kälber sind schon Respekteinflössend…. Und die Mutterkühe erst, wenn sie sich mit ihrem Tonnengewicht auf einen zu drehen und fixieren… Manchmal hatte ich das Gefühl ein Bulle steht vor mir 🙂 Also diese Herde bin ich dezent umgangen, war mir nicht ganz geheuer.

Irgendwann kam ich an ein Schild, dass auf den Hirtenschutzhund, auch "Patou" genannt, hinwies. Eine spezielle und alte Rasse. Die Tiere wachsen mit ihrem ersten Atemzug z. B. in einer Schafherde auf, die sie als ihre Familie ansehen, mit Ihnen leben und beschützen. Von daher gibt es einige Regeln zu beachten.

An meinem heutigen Ziel, einer Gite, die auch einen kleinen Laden betreibt, traf ich auf Daniel. Er hat schon so einen Schutzhund in seiner Herde gesehen und fotografiert. Daniel hat sich heute ungefähr nochmal so viel an Strecke vorgenommen, wie er seit heute Morgen schon gelaufen ist, mit einem Aufstieg auf 2185 Meter Höhe, derzeit bin ich auf ca. 650 Meter. Diese Tour erwartet mich morgen. Da die ganze Etappe laut Buch über heftige 11 Stunden Gehzeit beträgt und ich bei der Hälfte der Strecke gerne an einem Bergsee zelten möchte, habe ich sie geteilt. Daniel hatte das auch vor.

Die Gite hier verfügt über einen kleinen Garten, in dem ich mein Zelt aufgeschlagen habe. Danach gab's in der Selbstversorger Küche Dosenfutter, welches ich zuvor in der Gite gekauft hatte. Jetzt bin ich müde und werde mich erstmal aufs Ohr hauen und verdauen….Denn heute Abend muss ich noch was nachschieben 🙂