Die letzte Nacht hat es wieder angefangen zu regnen und das hat sich den ganzen Tag durchgezogen….8 Stunden im Regen gelaufen und meine tollen Gore-Tex Wanderstiefel waren ruckzuck wieder von innen nass :-( pffff….
Die Empfehlung im GR10 Führer war, bei Nässe einen Teilabschnitt über den alten anstatt den neuen GR10 zu gehen – wegen erhöhter Rutschgefahr.
Also ich kann sagen, der Abschnitt vor ein paar Tagen, der wegen Unfälle über eine neue Route umgeleitet wurde, war gegen das heute Ponyhof. Der Tag heute war für mich der gefährlichste bisher – vor allem bei Regen. Gut, dass wir zu zweit dir Etappe gelaufen sind. Er führte oft über sehr rutschige Steine, bin einige Male gerutscht bzw. hingefallen. Erschwerend war, dass es meist entweder runter oder hoch ging. Stellenweise auch mitten an einem Waldbodenabhang entlang oder diesen gerade hoch bzw. runter – keine Ahnung, ob das überhaupt noch der richtige Weg war. Irgendwann haben wir dann einfach nochmal die Bachseite gewechselt und sind nach Navigation Richtung Teilziel gelaufen. Durch den Regen waren die Wege manchmal Bäche…oder vielleicht führte der GR10 dort einfach auch im Bachbett entlang. Auf jeden Fall war ich sehr froh diesen Abstieg heil hinter mich bekommen zu haben :-). Es war ein Abstieg von 1350 Höhenmeter auf 543 Höhenmeter. In Fos angekommen, habe ich den im Buch erwähnten Regionalmarkt angesteuert – doch da war keiner. Ich habe einen Mann gefunden, der mir sagte, dass es diesen Markt nicht mehr gibt. Lebensmittelgeschäfte gibt es im Ort auch keine mehr. Er empfahl mir, was auch meine Überlegung war, es in dem Hotelrestaurant zu versuchen. Gesagt – getan. Und die machten nicht nur Sandwiches, sondern haben auch die Lage erkannt und einen – sehr überschaubaren – Lebensmittelverkauf eingerichtet. Da habe ich mich gleich etwas eingedeckt und bei der Gelegenheit die Zeit mit einem Café au lait überbrückt. Dann ging es weiter im Regen mit nassen Füßen in den Schuhen Richtung Tagesziel in 1855 Meter Höhe. Daniel ist irgendwann vorausgegangen als ich eine Essenspause eingelegt habe. Dieser Aufstieg hat sich sehr gezogen…Ich habe schon die Küchlein hochgezählt, die ich dann heute Abend verdrücken wollte… irgendwann war die Cabane endlich im Nebel zu sehen und ich erleichtert. Es kam noch ein französisches Pärchen hier an. Der junge Mann hatte mir einen Kaffee angeboten – das konnte ich nicht ausschlagen. – mir der Mokkakanne gemacht :-). Ich habe mein Zelt neben der Cabane aufgeschlagen, es ist kurz nach 19h und es regnet immer noch…irgendwie ist vieles nass… Zelt war sowieso schon… von innen musste ich es erstmal trocknen. Und ich bin auch bis auf die Unterwäsche nass…und habe Eisfüße, weil ich barfuß in Sandalen rumgelaufen bin. Zum Glück habe ich noch ein paar trockene Socken für heute Nacht. Jetzt müssen die Füße erstmal trocknen und auftauen. Morgen sollte das Wetter etwas besser werden…aber trotzdem noch Regen möglich sein. Ahhh…. die Füße tauen auf…schön 🙂 Internetempfang habe ich keinen, also geht die Email später raus. Morgen habe ich vor das Refuge Eylie d’en Haut anzusteuern – ob ich zelte oder da direkt übernachte, weiß ich noch nicht. Ich muss momentan schauen, dass ich bei jeder Gelegenheit Proviant aufnehme bzw. Essen zu mir nehme. Und Lademöglichkeiten für meine Akkus brauche ich auch wieder. Jetzt ist es gleich 20h, es ist kalt und ich muss mich jetzt ordentlich in den Schlafsack eingraben… Mütze habe ich schon auf. Hoffentlich muss ich heute Nacht nicht…ach heute habe ich die 500 km Marke überschritten…mehr als die Hälfte ist geschafft :-). Übermorgen bin ich schon 1 Monat unterwegs… wie die Zeit vergeht…
2 Gedanken zu „Tag 29 – gefährlichster Tag bisher“
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Glückwunsch zum „Bergfest“!
Gutes weiteres Gelingen! Von außen gelesen bist Du diesmal nicht aufzuhalten. Im Notfall: Wege entstehen dadurch das man sie geht 😉
Der Spruch gefällt mir 🙂