War mal wieder schön, in einem Bett zu schlafen und der ganze andere Komfort 🙂
Nach einem Frühstück auf dem Zimmer, starteten Daniel und ich gegen 7.45h in einen bewölkten Tag. Erstmal durch den Ort, der an sich schon einen Besuch wert ist. Los ging es in ca. 630 Meter Höhe…und schon bald aufwärts… und aufwärts…ziemlich anstrengend und langsam….ich kam ordentlich ins Schwitzen. Dann fing es an zu regnen, worauf ich dem Rucksack und mir erst einmal die Regensachen angezogen habe. Im Regen weiterlaufend ging es dann irgendwie schneller ;-). Irgendwann hörte dann auch der Regen auf. Kurze Rast in einem Ort auf 1200 Meter Höhe und Wasser auffüllen. Dann weiter Berg auf und rein in die Wolken….teilweise konnte ich Daniel gar nicht mehr vor mir sehen. Irgendwann waren wir vom Pfad abgekommen aber dank GPS und App sind wir durch eine irritierte Schafherde laufend dann wieder auf den GR10 gekommen. Ich weiß nicht, wie wir bei den vielen Pfaden und den spärlichen Markierungen in diesem Gebiet wieder dahin gefunden hätten. Wahrscheinlich hätten wir noch aufmerksamer sein müssen, bei anderen Wanderern klappt’s ja auch…Vielleicht haben die aber auch gute gedruckte Karten dabei.
Nicht nur, dass es wieder angefangen hat zu regnen, wir waren auch in der Nähe eines Gewitters. Aber glücklicherweise war es nicht direkt über uns, sondern immer irgendwo seitlich etwas entfernt. Irgendwann kamen wir dann endlich am höchsten Punkt des heutigen Tages, dem Pic de Bacanére an, auf 2193 Meter Höhe. Gleichzeitig waren wir dort auch genau auf der Grenze zwischen Spanien und Frankreich. Und nach Stunden weißer Dunst haben sich die Wolken, zumindest teilweise, verzogen und uns ein herrliches Bergpanoramo enthüllt – fantastisch.
Nach vielen Fotos sind wir wieder los marschiert Richtung Etappenziel in 1350 Meter Höhe – also Abstieg. Kurz nachdem wir am Absteigen war, kam heftiger Wind auf, wow – hat das gerüttelt, glücklicherweise drückte er am Steilhang Richtung Berg. Beim Schuhe binden hätte es mich beinahe umgeworfen – mit Rucksack. Eigentlich wäre ich auch gerne mal für kleine Königstiger… hab’s mir aber verkniffen, das wäre was geworden :-D. Als wir dann vom Grat auf der anderen Bergseite zwei bis drei Meter runtergelaufen sind, war urplötzlich Windstille und Ruhe – faszinierend. Dann Endspurt, die Füße taten schon weh, endlich kamen wir nach über 20Km und 9 Stunden an der Cabane an. Erstmal essen. Daniel hat es sich drin gemütlich gemacht, ich wollte lieber draußen im Zelt schlafen. Auf dem Foto mit dem Zelt, steht im Hintergrund die Cabane. Ich höre schon wieder Gewitter, hoffentlich bleibt es weg. Internetempfang habe ich hier keinen, also geht die Email frühestens morgen raus.







