Tag 34 – Wandern am Strom

Noch bevor mein Wecker heute klingelte, hörte ich immer wieder kurze Regenschauer.
Als der Regen vorbei war, bin ich raus, mich fertig machen und Frühstück vorbereiten. Man kann es sich denken: Kaffee und Marmeladenbrote :-).
Nachdem ich dann soweit mit allem fertig war, bin ich gegen 8h los..reichlich gesättigt und mit ebenso viel Proviant erstmal in Sandalen los. Eigentlich wollte ich ja schon ne Stunde früher.. aber was soll's :-). Proviant und Stiefel machten sich auf den Schultern bemerkbar.
Das mit dem Anhalter war ja eine nette Idee im Buch, aber die ersten Kilometer waren das nur Schotterpisten, Wald- und Graswege – keine Autos. Vielleicht hätte ich einen anderen Weg nehmen müssen anstatt den GR10… Irgendwann kam ich an eine Landstraße, auf der ich aber schon wieder nach ca. 500 Metern abbiegen musste. Dann ging es auf einem schmalen asphaltierten Weg weiter einen Berg hoch, hier hätte ich zumindest theoretisch dreimal die Chance gehabt – bin aber jedes Mal erst in Sicherheit gesprungen, als die Autos von hinten plötzlich um die Kurve angebraust kamen. Naja, da der Weg eigentlich ansonsten gut zu laufen war, entschloss ich mich, diesen auch weiter zu laufen. Ausserdem hatte ich ja auch reichlich gefuttert. Irgendwann ging der Weg dann in einen Fußweg über, der ziemlich lange entlang eines Stroms den Berg hoch führte. Hin und wieder sah ich dort Angler. Als der Weg schwieriger wurde, wechselte ich in die Wanderstiefel, die weitgehend trocken waren. So kurz nach 11h, man glaubt es kaum, machte sich mein Bauch bemerkbar – also Päuschen am Strom. Mal schauen, was ich Schönes bekomme – da waren 2 Äpfel und 2 von 4 doppelte Brote aus dem Lunchpaket – einmal mit Schinken, einmal mit Käse, yam lecker :-). Und nach etwas Schokolade sah die Welt noch schöner aus 😉 und weiter ging's. Wieder an stark bemoosten Bäumen vorbei, die zum Kuscheln einluden 🙂 bis in ein sehr schönes Tal und weiter den Berg hoch, wo mir 3 Männer entgegen kamen, die gerade den Weg mit neuen / frischen Zeichen markierten, zu meinem Ziel, der Cabane d'Aula. Und in der "Schatztruhe" hier ist tatsächlich Kaffee, eine Mokkakanne und Gas :-), aber kein Brenner 😮 – es gibt einen Herd, der müsste aber erstmal befeuert werden….hmmm…
Als ich bei meiner Ankunft die Cabane fotografierte, war da Nebel im Hintergrund, später als ich nochmal draußen war, waren die Berge zu sehen :-). Sehr schön hier :-).

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