Heute Nacht war es ziemlich windig und heute Morgen hat Daniel feststellen müssen, dass sein Shirt angeknabbert wurde – anscheinend nächtlicher Pferdebesuch, er hatte einige Klamotten über Nacht draußen liegen.
Heutiges Zwischenziel war eine Skistation bei der wir mittags ankamen. Auf dem Weg dorthin gibt es eine Gabelung. Laut GR10 Führer wurde für eine Teilstrecke, die früher hart am Grat über schmale Pfade verlief, wegen Unfällen die Wegführung geändert. Nachdem wir heute Morgen losgelaufen sind, kam uns ein freundlicher französischer Wanderer entgegen, mit dem wir ins Gespräch kamen.
Er sagte uns, dass man diesen Weg gehen kann und er auch kürzer und schöner sei. Er sah eher Probleme mit Unfällen bei Touristen – weiss nicht in welche Kategorie er uns gesteckt hatte ;-). Also irgendwann kamen Daniel und ich an die besagte Stelle, die natürlich mit dem rot – weißen Kreuz markiert war – falscher Weg. Wir entschieden uns mal dort weiter zu laufen und zu sehen was da kommt. Irgendwann kamen wir dann an einem Warnschild an – es war jedoch kein Verbotsschild. Dann hatten wir nochmal überlegt und entschieden mal weiter zu gehen, anhalten und zurückgehen kann man ja immer noch. Der Pfad war tatsächlich teilweise sehr schmal usw., aber ich muss sagen, da gab es auf den bisherigen Etappen mindestens genauso gefährliche Stellen. Wir liefen den Weg durch und sahen dabei den neuen GR10 entfernt weiter unten im Zickzack verlaufend. Ich muss sagen, dass unser Weg überwiegend gar nicht übel war, zum Ende hin, als es über eine etwas höher bewachsene Steilwiese ging, war es etwas anstrengender, weil da kaum ein Pfad war. Der Weg traf sich dann wieder mit dem neuen GR10 und wir sahen einen bekannten Wanderer der parallel zu uns auf dem GR10 lief. Als die Wege sich wieder trafen, wies er uns auch nochmal auf die Unfälle hin. Verstehe tue ich es nicht, warum gerade dort soviel passiert ist.
Naja, wir kamen dann zur einer Skistation, da waren Hotels und Restaurants… aber anscheinend hatte nur ein Restaurant offen. Dies hatten wir gemeinsam angesteuert und dann gab's erstmal Pommes und anschließend Nutella – Crêpes (mit dem Crêpes hatte ich es spontan Daniel gleich getan) ….und eine Orangina für mich. Nach dem Essen gab es dann die Option ca. 1100 Höhenmeter und ca. 3 Std. nur bergab zu laufen oder mit der Bergbahn runter zu fahren. Da ich mehrere Empfehlungen für die Bergbahn von Wanderern erhielt, die meinten, dass man auf der Strecke nichts sehe und nur durch den Wald läuft und der Abstieg es dafür aber in sich hat, entschloss ich mich es wie der französische Wanderer zu tun und mit der Bergbahn zu fahren 🙂 Daniel wollte die 7 Km runterlaufen.
Gesagt – getan, ich habe dann schon mal im Gästehaus eingecheckt und einige Dinge erledigt. Irgendwann rief ich Daniel nochmal an und in dem Moment stand er schon unten im Eingangsbereich. Ich bin dann Abendessen und Proviant für 3 Tage einkaufen gegangen. Die nächste Einkaufsmöglichkeit soll es übermorgen in einem Laden für regionale Produkte geben. Dann wird es erstmal keinen richtigen Laden geben, evtl. einen kleinen Verkauf in einem Refuge. Ggf. muss ich aber auch schauen, ob ich die Gelegenheit bekomme, in einem Refuge zu essen und / oder ein Lunchpaket zu bekommen. Zu viel Essen möchte ich nämlich nicht mitschleppen… das ist dann schon Quälerei beim Auf- u. Abstieg.
So, jetzt ist schon wieder bald Schlafenszeit. Das ins Auge gefasste Ziel für morgen ist die Cabane de l'Arrique.
2 Gedanken zu „25. Juli – am 27. Tag mit der Bergbahn gefahren“
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Hallo Sandro, ich hoffe bei Dir alles im grünen Bereich!!!
Du hast wieder wunderschöne Bilder gemacht. Sei bitte vorsichtig
wemm Du so Wege gehst, wenn was passiert findet dich keiner 🙁
Ich wünsche Dir weiterhin viel SPASS und bleib HEIL.
Ich drück dich. GLG Reinhilde 🙂
Wir waren zu zweit, alleine wäre ich da vermutlich nicht gelaufen 😉