Heute Morgen habe ich ein paar Mal auf die innere Snooze Taste gedrückt, mit dem Resultat, dass ich erst viertel nach 7h vom Campingplatz los gezogen bin. Aber wieder in Wanderstiefeln. Oh Mann, so früh am Morgen schon so ein Aufstieg, ich musste schon innerhalb der ersten Stunde eine kleine Frühstück- und Verschnaufpause machen 🙂 Trotzdem musste ich danach immer wieder kurz stehen bleiben, weil die Beinmuskulatur brannte und ich ausser Atem war. Und je höher Ich kam, umso mehr merkte ich, dass Herz und Lunge ordentlich arbeiten mussten, um den Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Es ging über 1000 Höhenmeter hoch auf eine maximale Höhe von 2242m, teilweise ziemlich steil. Oben anzukommen war dann wieder ein tolles Gefühl 🙂 Dann ging es überwiegend nur noch Berg ab, was dann wieder ziemlich gut ging.
Für die Rackerei habe ich mir trotz schon verspeistem Baguette-Sandwich einen Café und ein Omelett bei der Mittagspause in einem Refuge gegönnt – und ich konnte sogar in deutsch bestellen 🙂
Dort habe ich noch eine Eidechse aus dem Waschbecken ins Freie bugsiert, ich frage mich immer noch, ob ihr das überhaupt recht war…
Dann ging's weiter und irgendwann hat es mich ordentlich auf den Hintern und Rucksack gehauen, an einer nassen abfälligen Stelle, die ich unterschätzt hatte – aber alles gut 🙂 ausser nass und einem Riss im Displayschutzglas, habe ich nichts festgestellt.
Irgendwann so kurz vor 15h bin ich dann in Cauterets eingelaufen, einem größeren Ort mit relativ vielen Geschäften und Lokalen. Angriff gleich auf das erste Sportgeschäft an dem ich vorbeikam – nö….Aber das zweite… Bingo… Regenjacke gekauft, bei einer sehr hilfsbereiten und freundlichen Verkäuferin, die mir noch Ortsbezogene Infos gab. Ja das mit dem Regenponcho, der über den Rucksack gezogen wird, ist mir einfach zu unpraktisch – der ging heute nach Deutschland. Meine alte Regenjacke habe ich im Geschäft gelassen, die Verkäuferin will sie weiterverschenken.
Anschließend ging es zur ausgewählten Pension, sehr praktisch, dass alles so nahe beisammen liegt, danach hatte ich auch die Unterkunft ausgesucht. Mehrbettzimmer war keins mehr verfügbar, dann eben ein Einzelzimmer – yeahhhh 🙂 Die Pension gefällt mir, hat Charme und Charakter.
Dann bin ich in ein Waschsalon und habe Wäsche gewaschen… und sieht aus, als ob ich alles richtig gemacht habe 🙂 Dabei fällt mir ein, dass meine beiden schönen Merinowoll-Shirts schon wieder einig neue Löcher haben, vorne im Bauchbereich. Ich habe schon einige geflickt, sieht lustig aus 😀 Der feine Stoff ist nicht besonders strapazierfähig…Aber jetzt wo schon Löcher drin sind, flicke ich halt weiter 🙂
Lebensmittel eingekauft habe ich auch….für ein low Budget Abendessen und Proviant für unterwegs. Das Einzelzimmer hat ja schon mehr gekostet als kalkuliert und die nächsten beiden Etappenziele sind Refuges, da gibt es sonst nichts. Also das volle Programm – Halbpension im Mehrbettzimmer und Lunchpaket für den nächsten Tag. Bin ja noch ein paar Tage unterwegs und muss das zu Verfügung stehende Geld entsprechend etwas einteilen.
Obwohl es hier schon einige Sport-, Schuh – und Textilgeschäfte gibt, habe ich kein Schuhwachs für meine Wanderstiefel gefunden Nur eine Creme, die vom Hersteller meiner Schuhe ist und auch imprägnieren soll…hmmm….Mal gespannt – ich habe sie schon auf den Schuhen.
Ich habe in meinem Zimmer sogar eine Badewanne… also Sitzbadewanne 🙂 Noch nie gesehen, aber war auch ok.
So, hoffentlich wird die Wäsche noch trocken bis morgen. Ich bin müde….
Morgen der Aufstieg wird noch höher und ich habe die nächsten Etappen angepasst … Aber davon mehr in den nächsten Tagen, sobald ich wieder Internetempfang habe…. Morgiges Ziel ist das Refuge des Oulettes de Gaube.








Guten Morgen Sandro 🙂 Schön wieder von Dir zu hören. Deine Bilder sind sehr beeindruckend. Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Glück auf diesem Weg. Ich drück dich ganz fest.GLG Reinhilde P.S. Paß auf dich auf !!!
Moin Reinhilde,
vielen Dank, es geht auch gleich wieder weiter 😉
Hallo Sandro, es ist immer schön von dir zulesen. Und die Bilder sagenhaft. Was ein Erlebnis. Pass auf dich auf. Liebe Grüße Moni
Hallo Moni,
Ich freue mich ebenfalls von dir zu lesen, hoffe euch geht es allen gut!
Viele Grüße an die Familie 🙂
Wunderschöne Berge und sehr schöne Natur – ich glaube, dass man sich da gut erholen kann, trotz der Strapazen der Wanderei 😀
Ich bin auch noch auf der Suche nach „meinem Urlaubsnatur“ 😀 Ich brauche auch meinen Berg (in Estland wird es eher ein Hügel sein) und Bäume 🙂
🙂 Wie hoch ist der höchste Berg in Estland nochmal? Gibt es eigentlich auch einen langen Wanderweg durch Estland, so komplett durch?