Für die heutige Etappe gab es 3 Möglichkeiten, den Normalweg und 2 Varianten. Einer der beiden Varianten geht über den Pic du Canigou, der von den Katalanen verehrt wird und daher auch als "heiliger Berg" der Katalanen bezeichnet wird. Den Canigou inkl. der Kletterpassage Cheminée (Schornstein) konnte ich mir nicht entgehen lassen ;-).
Der Berg ist auch ein beliebtes Kurzziel als Tagestour, deswegen ist in den umliegenden Refuges auch entsprechend viel los, dazu ist noch Samstag. Der Wirt des Refuges, indem Clodhilde übernachtete, hat seine Gäste am Vorabend schon entsprechend über Risiken, Wasserstellen, etc. informiert und Tipps gegeben zur Kletterpassage. Dort ging es heute dann auch ungewöhnlich früh los, Clodhilde war auch schon kurz nach 7h bei mir am Zelt und ich hatte noch nicht abgebaut. Wir sind dann gemeinsam gestartet… es waren auf der Etappe relativ viel Menschen unterwegs. Am Vorabend hatte ich schon einiges an Proviant weggeputzt, um möglichst wenig Gewicht, vor allem für die Kletterpassage, im Rucksack zu haben. Wir hatten heute einen Aufstieg von 1214 Metern zu bewältigen, um die Spitze auf 2784 Metern zu erreichen, danach sollte uns noch ein Abstieg um 754 Metern erwarten, um das Tagesziel zu erreichen.
Ich hatte schon 2 Stunden nach dem Start ein zweites Frühstück gebraucht (das Zeltfrühstück war wohl nicht ausreichend), danach lief Clodhilde voraus mit immer größerem Abstand. Irgendwann kam ich endlich zur Kletterpassage… cool sah es aus…die an der Wand hochkletternden Menschen. Vom eigentlichen Cheminée habe ich keine besonders guten Aufnahmen, evtl. erkennt man die Personen auf den Fotos an der Wand klettern (etwas unterhalb des Schattens), ungefähr dort müsste es anfangen interessant zu werden und man trennt sich endlich zwangsläufig von seinen Stöcken, da die Kletterei intensiver wird. Fotos konnte ich beim Klettern schlecht machen, aber ich hoffe, das Video der Actioncam ist was geworden bzw. brauchbar. An der Spitze angekommen, waren da natürlich schon einige Leute – auf der relativ kleinen Fläche. Naja…Fotos gemacht, gesnackt und irgendwann dann den Abstieg über die andere Seite des Berges angegangen. Ankunft am Refuge des Cortalets war schon gegen 14h. Hungrig hab ich gleich das Tagesessen, Chili con Carne, bestellt – das sollte erstmal bis zum Abendessen reichen :-). Zelt aufbauen darf man hier erst ab 19h.







