Letzte Nacht war hier einiges los, es kamen noch weitere Menschen zu der privaten Veranstaltung. Die meisten fuhren abends wieder weg, einige blieben und schliefen dort in Zelten und Autos.
Nach einem schnellen Frühstück mit Knäckebrot und Marmelade, ging’s für mich gegen viertel nach 7h los. Den Anfang der heutigen Etappe bin ich gestern ja spontan schon gelaufen. Geplant war es nicht, sondern eher die relativ lange Etappe zu kürzen, um am Zielort einiges erledigen zu können und auch um die Beine nicht, bei einem ziemlich anspruchsvollen Teilstück der Etappe, zu überlasten. Im Buch wurde ein Teil der Etappe als schwierig beschrieben und empfohlen diese bei Nässe nicht zu gehen, da man schon bei trockenen Verhältnissen gut aufpassen muss. Es wurden zwei Abkürzungen angegeben, von denen ich dann eine nehmen wollte. Da ich aber nun schon gestern den Anfang der Etappe hinter mich gebracht hatte, machte mir die Zeit weniger Sorgen, eher die Wegbeschreibung. Beim Loslaufen dachte ich mir, erstmal zum ersten, ggf. bis zum zweiten Abzweig für eine Abkürzung und dann schauen. Das Wetter war herrlich, wolkenlos. Und ich wollte die Etappe heute eigentlich möglichst komplett gehen, weil man dann auch zum Wasserfall Cascade d’Ars kommt.
Also dann los… an dem ersten Abzweig vorbei zum zweiten. Kurz überlegt und dann weiter auf dem GR10 und vorbei an dem Hinweisschild, wegen der möglichen Gefahr. Irgendwann kam mir ein Wanderer entgegen, mit dem ich ins Gespräch kam und fragte wie der weitere Weg sei. Er meinte bei einigen Stellen etwas aufpassen, ansonsten ok. Problematisch sei es wohl hauptsächlich bei Nässe. Beruhigter aber trotzdem vorsichtig und konzentriert ging es dann weiter und währenddessen kamen mit noch weitere Personen entgegen, meist mit leichtem oder gar keinem Gepäck. Ja, tatsächlich war mir dieser Teilabschnitt doch wohlgesonnen. Nichtsdestotrotz war es einer der bisher schwierigsten Pfade auf dem GR10, da es u. a. viel über Geröll und große Steine ging sowieso hohe Trittthöhen zu bewältigen waren, dabei ging es meist rauf oder runter. Nachdem ich das Warnschild nun am anderen Ende des Gefahrenabschnittes erreicht hatte, ging es noch erleichterter weiter, der Weg war allerdings genauso bescheiden. Aber wie heißt es…der Weg ist wie er ist, nicht wie du ihn willst ;-). Je weiter es nach unten ging, umso mehr Menschen kamen mir entgegen. Bald sah ich, dass die meisten Menschen wohl ein Plätzchen am Wasserfall bzw. dem Wasserstrom suchten, einige wollten aber auch noch weiter hoch zu einem See. Und wow… Ich muss immer wieder staunen, welche Wege die Menschen hier für ein Sonntagsspaziergang auf sich nehmen. An dem Strom war richtig viel los… mir waren das aber schon zu viel Menschen…
Irgendwann kam ich dann an meinem Etappenziel an, bin dort erst einkaufen gegangen - wow, knapp 50 Euro (aber glücklicherweise Sonntags offen) – und habe dann den Campingplatz angesteuert. In den nächsten Tagen gibt es keine Geschäfte, nur mal Refuges oder Restaurants. Beim Etappenziel aus dem Buch für morgen gibt es kein Essen und die beiden darauffolgenden Etappenziele sind unbewirtschaftete Cabanes. Ähnlich geht es dann erstmal weiter. Ich werde die Etappen evtl. anders laufen. Auf jeden Fall, schaue ich, was ich unterwegs an Sandwiches & Co ergattern kann. Erstmal habe ich ja Proviant, aber absichtlich nicht so viel, dass ich morgen gleich zusammenbreche (hoffe ich). Ich denke, es ist für mich besser, wenn ich weniger Essen mitschleppe und schaue, was ich unterwegs noch so bekomme. Anstatt unter dem Gewicht von mehr Essen schlapp zu machen oder mich zu quälen. Eigentlich habe ich noch Essen, dass ich für heute eingekauft hatte, bin aber eigentlich schon durch ;-). Soviel nochmal zum Thema „hungrig einkaufen“. Naja – vielleicht geht später noch ein bisschen was ;-). Ach nee, ich habe jetzt das eine Fertigessen, was ich aus der Kühltheke hatte, hier auf dem Campingplatz in den Froster geschmissen, das werde ich dann morgen irgendwann essen. So, bald ist Bettchen-Zeit :-). Morgen wird es wohl an die 30 Grad.
2 Gedanken zu „Schwierige Wegstrecke am 37. Tag“
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Hallo Sanro, da hast Du ja schon einiges geschafft.
Bin froh das deine Beine mit machen.
Bei 30 Grad laufen ist auch nicht so angenehm.
Ich drück Dir weiterhin die Daumen.
Die Bilder sind wieder einmalig.
Ich drück dich und wünsche Dir eine erholsame Nacht.
GLG Reinhilde 🙂
Du, wenn ich sehe, wer hier so alles in den Bergen rumhoppelt 😉 aber ich lasse mir Zeit…. 🙂