Ui, heute Morgen bin ich doch glatt nochmal eingeschlafen, nachdem das Smartphone mich geweckt hatte 🙂 Naja, egal – Termin hatte ich ja keinen, ich möchte eigentlich nur nicht tagsüber so viel in der Hitze laufen.
Also los ging es dann nach ein paar schnellen Kalorien im Zelt so kurz vor 7h.
Zuerst nach Gabas, das wäre laut Buch das gestrige Ziel gewesen. Nach ca. 3 Stunden war ich dort und wollte Proviant auffüllen. Gestern hatte ich mir ja zwei Sandwiches in dem Refuge machen lassen. Dort waren es mit Toastscheiben gemachte, sonst eher mit Baguettebrot. Die waren jetzt nicht unbedingt die Sattmacher und wegen der Lage auch relativ teuer. Eines hatte ich gestern Abend, das andere heute Morgen verspeist.
Der GR10 verlief irgendwo vor Gabas dann auf einer Straße mit Serpentinen und ohne Gehweg – ok, stimmt nicht ganz, eine Mauer, die ab und zu die Straße begleitete, war vermutlich der Gehweg – die habe ich auch gerne in Anspruch genommen – wenigstens etwas 🙂
Zuerst kam ich in dann Gabas an einem kleinen Laden vorbei, der hat aber erst heute Nachmittag geöffnet. Dann steuerte ich ein Hotel mit Café-Restaurant an, dort sagte man mir, dass man keine Sandwiches habe….mache….hmmm… Konnte ich nicht glauben, aber ok. Er sagte mir, ich solle zu dem Laden gehen (der zu hatte) und irgendwo klopfen. Also wieder zurück gedackelt und an zwei Klingeln geklingelt und auch geklopft – nix.
Der Ort war klein, eine Möglichkeit, die ich noch sah, war ein offen stehendes Café -Restaurant. Dort sagte mir ein älteres Mütterchen nach Rücksprache mit vermutlich ihrer Tochter, dass sie kein Brot haben und ich zum Laden gehen soll 😮 Nachdem ich erklärte, dass der Laden zu hat, gab es dann doch irgendwann Baguette-Sandwich für mich – vermutlich sah ich verzweifelt aus und bin auch erstmal stehen geblieben 😉 Die Gelegenheit ausnutzend, habe ich gleich zwei bestellt – je mit Schinken und Käse, da ich heute ja an einer Nothütte ohne Essensversorgung übernachte, brauche ich ausreichend Kalorien, die auch bis morgen zum Etappenziel ausreichen, wenn schon denn schon 🙂
Und günstig waren sie auch, top. Noch da Wasser auffüllen lassen und weiter ging's.
Heute gab es wieder einen Abschnitt mit einem durch ein Seil gesicherten schmalen Weg an einer Felswand entlang. Dabei überholten mich eine Gruppe mit Oberkörper freien und Helm bekleideter Männer – also Hosen hatten die auch an. Später sah ich, wie sie sich Schwimmanzüge anzogen – irgendwas hatten die da wohl oben an dem Wasserfall vor, schwimmen, runter rutschen…? Keine Ahnung.
Irgendwann kam ich dann an meinem selbstbestimmten Tagesziel an, der Cabane Cézy, einer Nothütte in den Bergen, ganz in der Nähe einer kleinen Käserei, von denen es hier einige gibt. Etwas später kam noch ein Paar, welches ich von einer vorherigen Unterkunft kenne und dann kam noch ein Mann. Mein Zelt habe ich neben der Cabane aufgeschlagen, sollte es Unwetter geben, was heute Abend evtl. sein könnte, werde ich in das Steinhaus flüchten.
Murmeltiere habe ich auch heute gehört, aber keine gesehen.
Wie vermutet gibt es hier kein Internetempfang – nicht nicht mal Telefonnetz, also geht die Email morgen raus. So jetzt noch auf Zecken checken (eine hatte ich die Tage schon zwischen den Fußzehen entfernen müssen) und dann ab ins Säckchen 😉







